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Freizeitwohnsitze als Turbo für die regionale Wirtschaft

Welche wirtschaftliche Kraft steckt hinter den Freizeitwohnsitzen? Unter die Lupe genommen wurden alle Bereiche, in denen Inhaber von Freizeitwohnsitzen ihre Spuren hinterlassen.

Allein in der Region Kitzbühel belaufen sich die mit Freizeitwohnsitzen verbundenen Einnahmen 2024 auf etwa 217 Millionen Euro. Dieses Geld fließt in viele unterschiedliche Wirtschaftsbereiche: in den Handel, wenn Inhaber von Freizeitwohnsitzen in Kitzbühel einkaufen, oder in den Verkehrssektor, wenn sie im Winter die Skilifte nutzen. Auch Bau- und Handwerksbetriebe profitieren – etwa wenn eine neue Stube vom Tischler eingerichtet wird. Die Gemeinden und Tourismusverbände investieren ihre erzielten Einnahmen weiter, zum Beispiel in Infrastrukturprojekte, Marketingmaßnahmen oder zusätzliches Personal.

Wertschöpfung durch stetige Nachfrage

Von frischem Kapital profitiert die gesamte Region. Im regionalen Wirtschaftskreislauf arbeiten alle Protagonisten sehr gut zusammen. Eine Strategie, die sich auf Nachfrageimpulse konzentriert und eine ökonomische Breitenwirkung erzielt. Eine Art der Verflechtung, die nicht nur mehr Cashflow einbringt, sondern die die Region Kitzbühel in Form von stetig steigenden Ausgaben permanent mit Aufträgen über alle Branchen hinweg versorgt.

Wirtschaftskraft, die in der Region bleibt

Die Berechnungen machen deutlich, welche Kraft hinter diesen Ausgaben im Zusammenhang mit Freizeitwohnsitzen steckt: Allein im Jahr 2024 sorgen sie im Bezirk Kitzbühel für ein zusätzliches Bruttoregionalprodukt von 192,3 Millionen Euro. Dahinter stehen 1.758 Menschen, deren Arbeitsplätze dadurch ermöglicht oder gesichert werden – und eine Lohnsumme von insgesamt 75,1 Millionen Euro, die in der Region bleibt und weiterwirkt.

Gastronomie, Handel, Handwerk – Menschen, die in der Region Kitzbühel ihre zweite Heimat gefunden haben, gaben im Jahr 2024 insgesamt rund 217 Millionen Euro aus.

Die aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts GAW macht deutlich, welch stillen, aber enormen Beitrag Freizeitwohnsitze zur wirtschaftlichen Stärke des Bezirks Kitzbühel leisten. Betrachtet wurden dafür alle Bereiche, in denen sie Wirkung entfalten: die Ausgaben der während des Aufenthalts, die laufenden Betriebs- und Energiekosten, die regelmäßige Instandhaltung sowie die Abgaben, die direkt an Gemeinden und Tourismusverbände fließen.

Wer profitiert am Ende wirklich?

Der Bausektor verzeichnet mit 37,9 Mio. Euro den größten Anteil, gefolgt von Beherbergung und Gastronomie mit 34,0 Mio. Euro. Dahinter liegen das Grundstücks- und Wohnungswesen (19,3 Mio. Euro), der Handel (14,2 Mio. Euro) sowie der Verkehrssektor (10,0 Mio. Euro). Trotz dieser Schwerpunkte kommt ein Teil der Wertschöpfung – direkt oder über wirtschaftliche Verflechtungen – schließlich allen Branchen der Region zugute.

Wenn wirtschaftliche Zahnräder ineinandergreifen, entsteht Bewegung.

Und der Effekt reicht weit über die Bezirksgrenzen hinaus. Österreichweit tragen Freizeitwohnsitze insgesamt 288,4 Millionen Euro zum Bruttoinlandsprodukt bei und schaffen über 2.600 Arbeitsplätze.

So zeigt die Studie, dass Freizeitwohnsitze nicht nur Rückzugsorte sind, sondern ein bedeutender Motor für Wirtschaft, Beschäftigung und regionale Entwicklung.

Lesen Sie mehr über die volkswirtschaftliche Bedeutung von Freizeitwohnsitzen in der Region Kitzbühel.