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Gemeinsam mehr bewegen

Regionale Wertschöpfung zum Anziehen

Das Familienunternehmen Pircher Moden beweist, wie lokaler Handel und internationale Kundschaft gemeinsam wirtschaftlichen Erfolg schaffen.

Der kuschelige Pullover, die trendige Hose oder die lässige Jacke – so vielfältig wie das Sortiment bei Pircher Moden sind auch die Kundinnen, die sich hier wohlfühlen. Für Anna Wöll ist Mode weit mehr als nur Kleidung: Sie ist Begegnung, Emotion und Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Nach ihrem Studium der Textilwirtschaft in Deutschland und beruflichen Stationen in Salzburg führt sie seit 2015 gemeinsam mit ihrer Mutter das Familienunternehmen. Die Modegeschichte der Familie reicht mittlerweile über 40 Jahre zurück – vom ersten Geschäft in Brixen bis zu den heutigen Multibrand-Stores in Ellmau, Kirchberg und St. Johann.

Was macht den Unterschied?

In unserer schnelllebigen Zeit, in der Mode jederzeit und überall nur einen Klick entfernt ist, zählt der Onlinehandel zu den größten Konkurrenten – besonders für kleine Familienunternehmen. Umso bemerkenswerter ist ein Blick in die Kundendatei von Pircher Moden mit über 4.000 Namen. Sie zeigt eindrucksvoll, wie entscheidend die Mischung aus Einheimischen, Gästen und Familien, die bei uns einen Teil des Jahres leben, für den lokalen Handel ist.

„Ohne das Zusammenspiel von Einheimischen, Touristen und Menschen, die hier ihre zweite Heimat gefunden haben, würden unsere Geschäfte nicht funktionieren.“ 

Gerade diese Kundinnen, die bei uns eine zweite Heimat gefunden haben, sind – neben den Einheimischen – ein verlässlicher wirtschaftlicher Stabilitätsfaktor über das ganze Jahr hinweg. Wenn die touristischen Frequenzen schwanken, bleiben sie der Region treu, kommen regelmäßig zurück und kaufen bewusst vor Ort. Für Pircher Moden bedeutet das etwas, wovon viele kleine Modegeschäfte in Österreich nur träumen können: Kontinuität und Planungssicherheit.

Persönliche Beratung und echte Begegnung – das schätzen Einheimische, Touristen und Freizeitwohnsitzbesitzer gleichermaßen.

Der Stil von Pircher Moden ist modern, hochwertig und zugleich erschwinglich. Sieben qualitätsvolle Hauptmarken prägen das Sortiment der Multibrand-Stores in Ellmau, Kirchberg und St. Johann. Verkauft werden nicht nur Einzelteile, sondern komplette Looks – von Kleidung über Taschen bis hin zu Schuhen und Accessoires, die Frauen jeden Alters ansprechen.  Anna und ihr Team sind immer nah an den Kundinnen, haben Trends fest im Blick und gleichzeitig spielt das Bauchgefühl eine entscheidende Rolle. „Mode muss Spaß machen. Wir sind auch gerne mutig und haben Kleidungsstücke in unseren Stores, die man anderswo nur selten findet“, erzählt Anna.

Lokaler Handel kann Grenzen sprengen

Gibt es Unterschiede im Einkaufsverhalten der Kundinnen? „Einheimische kaufen öfter funktional, während Touristinnen stärker emotional entscheiden und sich Freizeitwohnsitzbesitzerinnen meist eine zweite Garderobe aufbauen möchten“, erzählt Anna. Was aber alle Kundinnen verbindet, ist der Wunsch nach einem echten Einkaufserlebnis und persönlicher Beratung.

Über die Social-Media-Kanäle erreicht Pircher Moden Kundinnen weit über die Region hinaus. Oft reservieren sich Stammkundinnen ihre Lieblingsstücke, bevor sie wieder in die Region kommen. Auf Wunsch verschickt das Team die ausgewählten Teile auch direkt nach Hause. Und dass, obwohl viele Gäste und Kundinnen in Ballungsräumen leben, in denen das Modeangebot eigentlich riesig wäre – zumindest würde man das vermuten. Das zeigt, wie weit auch die Strahlkraft kleiner lokaler Betriebe reichen kann und dass hier mehr entsteht als nur ein Einkauf: echte Verbundenheit.

Über Social Media ist Pircher Moden mit der ganzen Welt vernetzt – regelmäßig erreicht das Team Anfragen von Stammkundinnen.

Digitale Warenkörbe ersetzen keine lebendigen Straßen

Lokaler Handel schafft Arbeitsplätze, zahlt Steuern und hält die Ortskerne lebendig.  Kleine Geschäfte sind Begegnungsräume und prägen das Gesicht unserer Gemeinden auf eine Weise, die der Onlinehandel niemals ersetzen kann.  Pircher Moden beschäftigt 14 Mitarbeiterinnen aus der Region und setzt bewusst auf Zusammenarbeit mit lokalen Partnern – selbst dann, wenn Online-Angebote oft günstiger wären. Für Anna ist der Grund klar: „Es ist wichtig, dass die Wertschöpfung bei uns bleibt. Ohne lokale Wirtschaft sterben die Ortschaften.“

Menschen die regelmäßig Zeit in der Region verbringen, wirken dabei für lokale Betriebe wie Pircher Moden oft als Brückenbauer. Sie bringen Inspiration, neue Perspektiven und wertvolle Empfehlungen mit. „Aus diesen Begegnungen mit Menschen aus aller Welt, die hier ihre zweite Heimat gefunden haben, entstehen immer wieder Freundschaften, Kooperationen und sogar neue Marken in unserem Sortiment“, erzählt Anna.

 „Wertschöpfung entsteht nicht nur durch Umsatz, sondern auch durch Netzwerke, Ideen und langfristige Beziehungen.“

Und was bringt die Zukunft?

Viele, die einst als Urlaubsgäste kamen und sich hier eine zweite Heimat aufgebaut haben, wurden zu Botschafter:innen der Region und tragen wesentlich zu Wohlstand und Infrastruktur bei,betont Anna. Für die 37-Jährige steht fest: „Damit die Region auch in Zukunft lebenswert bleibt, braucht es gegenseitigen Respekt, Weitblick und Unternehmerinnen und Unternehmer, die Verantwortung übernehmen.“

„Es braucht das Miteinander. Wir alle leben von der Vielfalt in unserer schönen Region“, sagt Anna Wöll.

Für Anna ist Heimat kein Ort, sondern ein Gefühl. Dieses Gefühl entsteht durch Menschen, die hier seit jeher verwurzelt sind oder die Region erst für sich entdecken, durch vertraute Gesichter und durch das vielfältige Miteinander im Alltag. Annas Vision für die Zukunft von Pircher Moden ist klar: persönlich bleiben, offen für Neues sein und ein Einkaufserlebnis schaffen, das Menschen verbindet. Denn Mode ist mehr als Kleidung. Sie ist Ausdruck von Lebensfreude, Identität und Zugehörigkeit – genau wie die Region, in der sie getragen wird.

Unternehmensgeschichten wie jene von Pircher Moden zeigen eindrucksvoll, wie Freizeitwohnsitze, Tourismus, Einheimische und lokaler Handel gemeinsam einen Kreislauf schaffen, der die ganze Region nachhaltig stärkt – genau darin liegt die Idee von Zusammen:mehr.