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Die Kaufkraft der Inhaber von Freizeitwohnsitzen: So viel Geld bleibt in der Region

Ob im Wirtshaus, im Handel oder im Handwerk: Inhaber von Freizeitwohnsitzen greifen bevorzugt auf Angebote aus der Region zurück. Die gesamten Ausgaben übersteigen pro Jahr die 200-Millionen-Euro-Marke.

Rein wirtschaftlich betrachtet, befindet sich die Region Kitzbühel in einer privilegierten Lage. Laut GAW-Studie geben Besitzer:innen von Freizeitwohnsitzen während ihres Aufenthalts durchschnittlich rund 120 Euro pro Tag aus. Rechnet man die im Schnitt etwa 190 Nächtigungen pro Freizeitwohnsitze im Jahr mit den üblichen Tagesausgaben zusammen, ergibt sich ein beachtlicher wirtschaftlicher Effekt: Insgesamt fließen dadurch jedes Jahr rund 130 Millionen Euro in die Region – allein durch die Nutzung der 5.711 Freizeitwohnsitze im Bezirk Kitzbühel.

Die täglichen Ausgaben verteilen sich dabei auf viele Bereiche: Sie genießen die regionale Gastronomie, gönnen sich Wellness und kleine Extras, kaufen regional ein und nutzen die Freizeit- und Sportangebote der Region. Auch der Skibetrieb und die Mobilität vor Ort profitieren spürbar.

Viele kleine Ausgaben summieren sich zu einem beachtlichen wirtschaftlichen Effekt – und zeigen eindrucksvoll, welchen Beitrag Freizeitwohnsitze zur Wertschöpfung in der Region leisten.

Starker Nutzen für Handwerkbetriebe und Hausbetreuungsgewerbe

Wie jeder Wohnsitz benötigen auch Freizeitwohnsitze regelmäßige Pflege, Modernisierung und gelegentliche Investitionen. Diese Ausgaben tragen – ebenso wie touristische Ausgaben – spürbar zur regionalen Wertschöpfung bei. Für jeden einzelnen Freizeitwohnsitz werden im Durchschnitt 9.248 Euro pro Jahr für Instandhaltung, Adaptierungen und Investitionen aufgewendet. Hochgerechnet auf alle 5.711 Freizeitwohnsitze im Bezirk Kitzbühel entsteht so ein beeindruckendes Gesamtvolumen von 52,8 Millionen Euro jährlich – ein Betrag, der zeigt, welche wirtschaftliche Kraft in der laufenden Pflege dieser Häuser steckt.

Freizeitwohnsitze werden meist das ganze Jahr über von regionalen Hausbetreuungsfirmen betreut. Pro Objekt fließen im Durchschnitt mehr als 9.000 Euro jährlich in Instandhaltungsarbeiten

Fixkosten – ein oft unterschätzter Wirtschaftsfaktor

Neben den Ausgaben, die nur dann entstehen, wenn Freizeitwohnsitze tatsächlich genutzt werden, fallen auch fixe Kosten an – teilweise unabhängig davon, ob jemand vor Ort ist oder nicht. Dazu gehören Gemeindeabgaben, Betriebskosten sowie Ausgaben für Strom, Heizung und gegebenenfalls Kühlung. Hochgerechnet auf alle Freizeitwohnsitze im Bezirk Kitzbühel summieren sich diese Fixkosten auf € 28,1 Millionen pro Jahr.

Auch wenn der Freizeitwohnsitz nur für Urlaubsaufenthalte genutzt wird – die Fixkosten laufen das ganze Jahr über weiter.

Öffentliche Einnahmen, die nur durch Freizeitwohnsitze entstehen

Freizeitwohnsitze tragen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch finanziell direkt zu den Budgets von Gemeinden und Tourismusverbänden bei. Über die Freizeitwohnsitzabgabe profitieren die Gemeinden, über die Freizeitwohnsitzpauschale (Aufenthaltsabgabe) die jeweiligen Tourismusverbände.

Im Jahr 2024 nahmen die Gemeinden im Bezirk Kitzbühel daraus € 2,7 Mio. ein, die Tourismusverbände weitere € 3,3 Mio. Insgesamt lösten die 5.711 Freizeitwohnsitze somit € 6,0 Mio. an spezifischen Abgaben aus – Gelder, die ohne sie in den regionalen Budgets fehlen würden.

Auch kleinere Gemeinden wie Aurach profitieren spürbar von der Freizeitwohnsitzabgabe.

Was bleibt? Ein klarer wirtschaftlicher Gewinn für die Region

Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, welche Bedeutung Freizeitwohnsitze für die Region Kitzbühel haben. Mit insgesamt 217 Millionen Euro an jährlichen Ausgaben tragen sie quer durch verschiedenste Branchen zur lokalen Wertschöpfung bei. Vom Handel über den Tourismus und den Verkehr bis hin zu Bau- und Handwerksbetrieben. Gleichzeitig profitieren auch Gemeinden und Tourismusverbände, die die zusätzlichen Einnahmen in Infrastruktur, Servicequalität und regionale Entwicklungen investieren.

Besonders deutlich profitiert der Bausektor mit 19,3 Mio. Euro sowie Beherbergung und Gastronomie mit 17,2 Mio. Euro. Auch andere Bereiche spüren die positiven Auswirkungen: Der Handel erzielt 8,8 Mio. Euro, der Verkehrssektor 5,2 Mio. Euro, gefolgt von den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (3,4 Mio. Euro), den freiberuflichen und technischen Dienstleistungen (3,0 Mio. Euro) sowie der Herstellung von Waren (3,1 Mio. Euro).

Freizeitwohnsitze sind damit weit mehr als nur zeitweilige Rückzugsorte – sie sind ein wichtiger wirtschaftlicher Motor, der die Region nachhaltig stärkt.

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