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Freizeitwohnsitze – ein stiller Jobmotor der Region

Was haben Freizeitwohnsitze mit sicheren Jobs in der Region Kitzbühel zu tun? Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Genaues Hinschauen lohnt sich.

Die Ausgaben, die durch Freizeitwohnsitze im Bezirk Kitzbühel entstehen, bringen der regionalen Wirtschaft viel Geld: Sie sorgen für rund 158,1 Millionen Euro an zusätzlicher Wertschöpfung. Rechnet man auch Steuern und Förderungen dazu, steigt der Beitrag zum Bruttoregionalprodukt des Bezirks auf 192,3 Millionen Euro.

Über 1.750 Arbeitsplätze

Diese Ausgaben rund um die Freizeitwohnsitze haben nicht nur positive Auswirkungen auf die Wirtschaft, sondern auch auf Einkommen und Arbeitsplätze im Bezirk Kitzbühel. Durch diese Ausgaben steigt die Lohnsumme der unselbstständig Beschäftigten um 75,1 Millionen Euro. Außerdem hängen insgesamt 1.758 Jobs direkt oder indirekt mit diesen Ausgaben zusammen.

Die positiven Effekte verteilen sich auf nahezu alle Wirtschaftsbereiche – von Handel über Dienstleistungen bis hin zum Bau. Allerdings wirken sich Wertschöpfung, Beschäftigung und Einkommen nicht überall gleich stark aus. Das liegt daran, dass einzelne Branchen unterschiedlich arbeiten: Manche benötigen mehr Arbeitskräfte, andere sind stärker kapitalintensiv, und auch die Löhne unterscheiden sich je nach Branche.

Renovieren, umbauen, verschönern – das lokale Handwerk profitiert ordentlich von den Freizeitwohnsitzen in der Region Kitzbühel.

Freizeitwohnsitze als ganzjähriger Jobmotor für die Region

Menschen, die in der Region Kitzbühel ihre zweite Heimat gefunden haben, schaffen nicht nur zusätzliche Wertschöpfung, sondern sichern auch das ganze Jahr über Arbeitsplätze in der Region. Hinter jedem Freizeitwohnsitz stehen zahlreiche Aufgaben, Services und Abläufe, die ohne lokales Personal nicht funktionieren würden. Ob Reinigung, Verwaltung oder technischer Support – viele Berufe hängen direkt oder indirekt mit Freizeitwohnsitzen zusammen und sorgen für ganzjährige stabile Beschäftigung – weit über die touristische Hauptsaison hinaus.

Beispiele direkte Beschäftigungsverhältnisse

  • Hausverwaltungen & Property Management
    Hausmeister:innen, Objektbetreuer:innen, Reinigungsservices
  • Reinigung & Haushalt
    Reinigungskräfte, Haushaltshilfen / Allrounder, Wäscheservice
  • Garten & Außenanlagen
    Gärtner:innen, Landschaftspflege, Winterdienst
  • Handwerk & Bau
    Installateur:innen, Elektriker:innen, Tischler:innen, Maler:innen, Fliesenleger:innen, Sanierungs- und Renovationsteams
  • Sicherheitsdienstleistungen
    Sicherheitsfirmen, Kontroll- & Überwachungsdienste
  • Persönliche Services
    Concierge-Dienste, Private Köch:innen oder Catering, Chauffeurdienste/Fahrservices

Beispiele indirekte Beschäftigungsverhältnisse

  • Gastronomie & Hotellerie
    Kellner:innen, Köch:innen, Barpersonal, Service- und Küchenhilfen
  • Handel & regionale Produkte
    Mitarbeiter:innen in Lebensmittelgeschäften, Einzelhandel (Mode, Sport, Einrichtung, Feinkost), Regionale Produzenten & Lieferanten
  • Freizeit & Tourismus
    Skilehrer:innen & Bergführer, Trainer:innen in Golf, Tennis, Fitness, Mitarbeit im Tourismusverband, Event- und Kulturpersonal
  • Transport & Mobilität
    Taxi- und Shuttlefahrer:innen, Autovermietungen, Mitarbeiter:innen im öffentlichen Verkehr
  • Gesundheit & Wellness
    Masseure & Physiotherapeuten, Kosmetik & Spa-Personal, Private Wellnessservices
  • Bau & Immobilien (indirekter Bereich)
    Architekt:innen & Planer:innen, Energieberatung, Baustoffhandel, Einrichtung & Möbelhandel, IT- und Smart-Home-Dienstleister
  • Regionale Dienstleistungen
    Bäcker, Metzger, Lieferdienste, Banken & Versicherungen, Steuerberater & Rechtsanwälte, Gewerbliche Wäschedienste

Freizeitwohnsitze erzeugen weit mehr als nur hausnahe Jobs – sie stärken Gastronomie, Handel, Freizeitbetriebe und viele regionale Dienstleister. Dadurch entsteht ein breiter wirtschaftlicher Impuls für die gesamte Region.

Freizeitwohnsitze stärken die Wirtschaft – welche Branchen profitieren?

Im Gegensatz zu Touristen geben Inhaber von Freizeitwohnsitzen das ganze Jahr über Geld in der Region aus. Besonders deutlich spürbar sind die positiven Effekte im Bauwesen (37,9 Mio. €), in Hotellerie und Gastronomie (34,0 Mio. €), im Immobilienbereich (19,3 Mio. €), im Handel (14,2 Mio. €) und im Verkehr (10,0 Mio. €). Die wirtschaftlichen Zahnräder greifen ineinander, sodass alle Branchen – direkt oder indirekt – von den Ausgaben, die durch Freizeitwohnsitze ausgelöst werden, profitieren.  

Ein Blick auf die regionale Wertschöpfungskette

Rund 45 bis 50% der erwirtschafteten Einkommen durch Freizeitwohnsitze kommen auf dem direkten oder indirekten Weg der wieder der heimischen Wirtschaft zugute. Etwa 20 bis 30% sind dem sogenannten induzierten Effekt zuzuschreiben. Diese Umsätze beruhen auf direkt oder indirekt entstehenden Einkommen, die aufgrund von Investitionen und Konsum generiert werden. 

Durch die Datenanalyse des GAW-Wirtschaftsforschungsinstituts wird deutlich, welche Vielzahl an positiven Impulsen Freizeitwohnsitze für den regionalen Arbeitsmarkt bringen – und das branchenübergreifend.

Lesen Sie mehr über die österreichweite volkswirtschaftliche Bedeutung von Freizeitwohnsitzen.